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26. Februar 2023

Die Container sind endlich da

Direktorin Ursula Hebel-Zipper freut sich über die neue Containeranlage auf dem Gelände der Kurt-Schumacher-Schule, die den Raummangel beheben soll. © Holger Pegelow

 

Lange hat der Vorlauf gedauert, doch jetzt sind sie endlich da. In dieser Woche sind die neuen Container für die Kurt-Schumacher-Schule in Karben aufgebaut worden.

G anz gespannt ist Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper am Mittwochmorgen von ihrem Kurzurlaub in ihr Dienstzimmer zurückgekehrt. Doch als sie aus dem Fenster schaute, war sie gleich entspannt: »Die Gerüste waren schon aufgebaut«, erzählt sie. Nun war klar: Die Anlieferung und Montage der langersehnten Unterrichtscontainer stand unmittelbar bevor. Und tatsächlich: Bald rollte der erste Sattelschlepper durch die Weingartenstraße bis auf den Busbahnhof vor dem Schulzentrum, dann von dort aus rückwärts die schräge Auffahrt hoch bis auf den abgesperrten Schulhof.

Fernwärmeleitung im Weg

Es folgten noch etliche weitere Fahrten, denn bei den Containern handelt es sich um Bausätze. An den Seiten sind Zahlen aufgesprüht wie etwa 26 oder 32. Nach und nach hievte der Schwerlastkran die Containerteile an Ort und Stelle. Insgesamt sind auf diese Weise acht Klassenräume entstanden.

Die Direktorin der Schule kann den Aufbau unmittelbar an ihrem Fenster gut beobachten. Denn die Containeranlage entsteht dort, wo zuvor die Tischtennisplatten waren. Eigentlich war als Standort die Wiese zwischen Neu- und Altbau vor der Aula ausgewählt worden. Ein idealer Platz, hätte er den Schulhof kaum eingeschränkt. Doch dann wurde festgestellt, dass genau dort eine Fernwärmeleitung verläuft, die keineswegs überbaut werden darf. Also wählten die Planerinnen und Planer der Stadt den Platz neben dem Neubau vor der Grünfläche zur Sporthalle aus. »Das hat den Vorteil, dass der Platz schon gepflastert ist.« Und so sind die Tischtennisplatten auf die Wiese vor der Aula verlegt und auch schon aufgebaut worden. »Der Platz wird schon gut angenommen«, sagte die Direktorin.

In dieser Woche ist Hebel-Zipper besonders erleichtert. Denn monatelang hatten sie und ihre Kollegen sowie die Schüler und Lehrer leiden müssen. Denn die Kurt-Schumacher-Schule platzt seit Beginn des laufenden Schuljahres aus allen Nähten. Die Gründe sind bekannt. Die Gesamtschule ist von G8 zu G9 zurückgekehrt, zudem kommen die nicht gerade wenigen Zuzüge nach Karben und Umgebung hinzu. Auch aus den Nachbarkommunen sind etliche Mädchen und Jungen in der großen Schule am Karbener Weg angemeldet. »Aktuell haben wir rund 1600 Schülerinnen und Schüler«, sagt die Direktorin. In den beiden Gebäuden auf dem Gelände hätten nicht alle Platz gehabt. Deshalb hat die Stadt der Schule zwei Räume im Bürgerzentrum zur Verfügung gestellt. In den beiden Clubräumen findet jetzt der Unterricht für die Mittelstufenschüler statt. »Es ist zwar nicht ideal, weil für Schüler und Lehrer oft die Pausen wegfallen, weil sie unterwegs sind zwischen Schule und Bürgerzentrum. Aber nach den Osterferien sind wir wieder alle auf dem Schulgelände.« Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Die Elektrik muss verbaut, die Räume eingerichtet werden. »Das Mobiliar steht bereits bei uns im Keller.« Tafeln, Tische und Stühle könnten also ganz schnell in die neuen Räume getragen werden. »Da dürfen auch ein paar Schüler mit anpacken«, sagt die Direktorin.

Zweites Lehrerzimmer

Die Raumsituation wird sich aber nicht nur beim Unterricht entspannen, sondern auch für die Lehrerinnen und Lehrer. Denn das zweite Lehrerzimmer im Gebäude im Karbener Weg 40 ist so gut wie fertiggestellt. Die Küche ist eingebaut, die Räume renoviert, die ersten Kartons stehen bereits da und warten darauf, ausgepackt zu werden. Bei dem Flachbau handelt es sich um die ehemalige Hausmeisterwohnung. Der langjährige Hausmeister ist vor Kurzem in den Ruhestand gegangen, sodass die Räume für die Lehrer umgebaut wurden.

»Wir sind froh, dass sich die Raumsituation nach den Osterferien entspannen wird«, betont die Direktorin. Monatelange organisatorische und planerische Vorbereitungen sind dann endlich zu Ende. Für Hebel-Zippers Stellvertreter, Simon Claus, ist der Aufbau der Container indes Start für neue Arbeit: Er muss den Stundenplan, der jetzt noch das Bürgerzentrum miteinbezieht, neu »stricken«.


Die Container sind endlich da | Wetterauer Zeitung 26.02.2023
Die Container sind endlich da | Karbener Zeitung 02.03.2023 

Die Container sind endlich da | Frankfurter Neue Presse 02.03.2023

 

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