
Am 16. Juni 2026 hatte der Lateinkurs der Stufe 7 in der Küche ein ganz besonderes Projekt. An diesem Tag wollten die Schülerinnen und Schüler einmal ausprobieren, was die Menschen im alten Rom gegessen und getrunken haben. Gemeinsam bereiteten sie in mehreren Kleingruppen verschiedene Speisen und Getränke nach römischen Rezepten zu. Auf dem Plan standen viele interessante und etwas ungewöhnliche Rezepte. Zum einen gab es dulcia domestica. Das sind gefüllte Datteln, die mit Honig und Mandeln verfeinert wurden. Eine Gruppe bereitete globuli zu. Das sind kleine, runde Quarkbällchen, die mit Mohn und Mandeln bestreut wurden. Dazu gab es römisches Brot und isicia omentata: eine Art Fleischbällchen.
Zu trinken gab es im alten Rom mit Wasser vermischten Wein, aber den duften wir nicht testen. Bei uns gab es die posca, ein Getränk aus Wasser und Essig. Früher hat man Essig aus mehreren Gründen ins Wasser gemischt. Unter anderem, um die Keime im Wasser abzutöten und den übelriechenden Geruch des Wassers zu überdecken. Verfeinert werden konnte die posca mit Kräutern oder Honig, sodass sie unerwartet genießbar war.
Nachdem alle Speisen fertig waren, setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Herrn Valentin gemeinsam an den Tisch. Nun begann der spannende Teil des Projekts: Alle durften die Speisen und Getränke der anderen probieren. Manches schmeckte überraschend lecker, während anderes eher ungewohnt war. Am Ende hatte jeder seine persönlichen Favoriten gefunden. So wurde aus einer normalen Lateinstunde ein lustiges Erlebnis.