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Aktuelles

31. August 2026

Presseartikel: Bilder für Demokratie und Freiheit

 

Werben für die Plakataktion, den Besuch der Vernissage und der Veranstaltung „Angekommen“ (v.l.): Finda Reinisch (11), Peter Mayer, Paul Freundenreich (11, Bild zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht  ertiggestellt), Rafael Gerhardius (16), Oksana Ebert, Zvetlana Vassileva (6) und Elke Lange-Helfrich. Foto: CHRISTINE FAUERBACH

 

Mehr als 20 Kinder und Jugendliche aus Karben haben sich mit eigenen Plakatentwürfen mit den Themen Demokratie, Frieden und friedliches Miteinander auseinandergesetzt. Zum Wettbewerb „Jugend malt für Demokratie“ haben die Karbener Künstler Initiative „Atelier 17“, die Initiative „Wir vereint für Frieden und Freiheit in Karben“ und Lehrer der Kurt-Schumacher-Schule aufgrufen. Und es ist noch mehr geplant.

Nach einer ersten Vorbesprechung mit Elke Lange-Helfrich und den KSS-Lehrern Lara Yildiz-Kraft, Alexandra Wobst und Jens Guthmann meldeten sich zunächst 18 Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn sowie eine Erstklässlerin an. Inzwischen ist die Zahl auf mehr als 20 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 18 Jahren gestiegen.

Die Initiatorin Elke Lange-Helfrich stellte den Schülern die Aufgabenstellung vor: „Wie sieht für dich ein friedliches Miteinander aus, was bedeutet Demokratie in Karben für dich?“ Die Reaktionen darauf hätten gezeigt, dass sich die Kinder und Jugendlichen durchaus intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Viele würden mit ihren Entwürfen auch persönliche Anliegen verbinden. Gesucht wurden Plakatentwürfe im DIN-A3-Format. Bei der Gestaltung sind alle Techniken erlaubt. Wie unterschiedlich die Ideen sind, zeigt ein Treffen im Atelier17. Frida Reinisch (11), Rafael Gerhardus (16), Zvetlana Vassileva (6) und Paul Freundenreich (11) haben ihre noch nicht fertigen Entwürfe mitgebracht und zeigen sie Peter Mayer, Oksana Ebert vom Müze und Elke Lange-Helfrich. Zvetlana, die jüngste Teilnehmerin, stellt Demokratie mithilfe von Händen in unterschiedlichen Farben dar.

Frida hat ein „Spiel des Lebens“ entworfen. „Wir sollen in unserem Leben Spaß haben, es genießen, aber auch beachten, dass jedes Spiel feste Regeln hat“, erklärt sie ihre Idee. Paul hat unter dem Motto „Frieden für alle“ Begriffe wie Freiheit, Rechte, Integration, Einheit, Demokratie, Empathie und Nachbarschaft gesammelt. Zu seinen ersten Illustrationen gehören das Peace-Zeichen und eine Friedenstaube. Rafael arbeitet digital. Sein Bild trägt den Titel „Vereint in Demokratie“. „Ich deute Menschen an und es entsteht mit ihnen eine Landschaft“, beschreibt er seinen Entwurf.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden Ende September im Atelier 17 der KKI in der Christinenstraße gezeigt. Eine Vernissage ist geplant. Die Fotografin und freie Autorin Conny Wenk wird als Gast kommen.

Für die jungen Teilnehmer sei die Ausstellung häufig die erste Gelegenheit, eigene Arbeiten in einem Kunstverein zu präsentieren. Anschließend werden die Plakate vom 25. bis 27. September im Bürgerzentrum im Rahmen der Veranstaltung „Angekommen!?“ von „Wir vereint für Frieden und Freiheit in Karben“ erneut gezeigt. Dort entscheidet das Publikum über die drei besten Arbeiten. Diese werden anschließend auf Bannern an drei zentralen Plätzen in Karben präsentiert. „Entsprechend groß ist die Vorfreude“, sagt Lange-Helfrich.

Auch die weiteren Aktivitäten der Initiative stehen im Zeichen von Frieden, Freiheit und Demokratie. Die verschiedenen Arbeitsgruppen bereiten Projekte vor, die im Rahmen der Interkulturellen Wochen es Wetteraukreises im September in Karben vorgestellt werden sollen. Zum Weltfriedenstag am 21. September ruft die Initiative außerdem dazu auf, mit Peace-Zeichen im gesamten Stadtgebiet ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Schulen und Kindergärten sollen vormittags im Außenbereich gemeinsam menschliche Peace-Zeichen bilden oder entsprechende Installationen gestalten. Auch die Bevölkerung kann sich mit gezeichneten Peace-Zeichen und eigenen Aktionen beteiligen und diese fotografisch dokumentieren.

Seit rund einem Jahr wird zudem die Ausstellung „Angekommen!?“ vorbereitet. Dafür wurden 20 Menschen mit Migrationsgeschichte aus Karben interviewt. Sie berichten über ihre Lebenswege, Erinnerungen an ihre frühere Heimat und darüber, was sie an Karben als neuer Heimat schätzen oder vermissen. Ihre Geschichten werden auf Flyern und großformatigen Fotoporträts im Bürgerzentrum vorgestellt. „Einige wollen ihre Geschichte selbst vortragen“, berichtet Peter Mayer. Zur Veranstaltung gehören neben der Ausstellung ein Begegnungs-Café, ein Kulturprogramm mit Literaturlesung und musikalischen Beiträgen sowie die Plakate aus dem Wettbewerb „Jugend malt für Demokratie“.

Gefördert werden die Aktionen – darunter Wettbewerb, Ausstellungen und „Angekommen!?“ – von der Partnerschaft für Demokratie Wetterau aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und kofinanziert vom Land Hessen.

VON CHRISTINE FAUERBACH

 

Vernissage

Die Ergebnisse des Wettbewerbswerdenvom18.bis20. September im Atelier 17 der KKI in der Christinenstraße 17 in Karben im Großformat gezeigt. Die Vernissage beginnt am Freitag, 18. September, um 18 Uhr. Als Gast wird dies selbstständige Fotografin und freie Autorin Conny Wenk erwartet.

Wetterauer Zeitung vom 31.08.2026, S. 7.

 

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