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13. August 2026

Presseartikel: „Kleinstadt mit eigenem Stundenplan“ - Justizminister Christian Heinz als Motivator – Erstmals elf 5. Klassen an der KSS

 

Justizminister Christian Heinz spricht über die neuen Fächer für die Fünftklässler. Er hat einen Scheck mitgebracht.

 

Karben –Die große Sporthalle der Kurt-Schumacher-Schule füllte sich am Dienstagmorgen nach den Ferien gleich zweimal mit aufgeregten Kindern, Eltern und Großeltern. Die Haupt- und die Realschule sowie der Gymnasialzweig begrüßten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler mit Einschulungsfeiern. Und sogar ein Minister hatte sich angekündigt.

Die Neulinge waren gespannt auf das, was kommt. Einige hofften, mit ihren Freundinnen und Freunden in eine Klasse zu kommen, andere suchten bekannte Gesichter und winkten. Bevor es in die Klassenräume zur ersten Unterrichtsstunde an der neuen Schule ging, gab es erst einmal Tanz, Musik und natürlich Reden, die jedoch erfreulich kurz ausfielen. Mit der „Dance Crew KSS – Hip-Hop goes Schule“ startete die Einschulungsfeier, die musikalisch abwechslungsreich von den Bläserklassen 6 begleitet wurde.

Die Kurt-Schumacher-Schule (KSS) sei mit ihren zurzeit rund 1800 Schülerinnen und Schülern „quasi eine Kleinstadt mit eigenem Stundenplan“, sagte Ural Özaltin, Lehrer für Mathematik und Geschichte, der durch die Feier führte. Im neuen Schuljahr sind rund 160 davon Fünftklässler am Gymnasium und rund 120 an der Haupt- und Realschule. Sie verteilen sich auf insgesamt elf Parallelklassen – so viele wie noch nie, wie Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper sagte. Sie begrüßte die neuen Schülerinnen und Schüler. Die KSS fördere sie – mit freundlichen Lehrkräften sowie netten Mitschülerinnen und Mitschülern –, fordere sie aber auch: Höflichkeit, Lernwille, Pünktlichkeit und fleißiges Lernen würden erwartet.

An den Einschulungsfeiern nahm der hessische Justizminister Christian Heinz teil. „Der Wechsel von der Grundschule an die weiterführende Schule ist ein weiterer bedeutender Abschnitt im Leben“, sagte er und machte den Neulingen Lust auf die für sie neuen Fächer – etwa Biologie oder Geschichte. Als „Startmotivation für ein erfolgreiches Schuljahr“ überreichte er Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper einen Scheck.

Spannend wurde es, als die Schülerinnen und Schüler zu ihren Klassen gerufen wurden. Für das Gymnasium machte dies Gymnasialzweigleiter Claus Carsten Behrendt – mit einer Premiere, wie er sagte: Sechs fünfte Klassen am Gymnasium habe es bisher noch nicht gegeben. Über den roten Teppich ging es für die Kinder mit ihren Lehrern und Lehrerinnen zur ersten gemeinsamen Unterrichtsstunde.

„Ab heute haben Sie neue Erziehungspartner für Ihre Kinder“, sagte Ursula Hebel-Zipper in der anschließenden Elternbegrüßung und appellierte, die Schulzeit der Kinder gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Die Kinder sollen sich selbst zurechtfinden, alleine Hausaufgaben machen und Referate vorbereiten. „Geraten Sie nicht in Panik, wenn Noten nicht Ihren Erwartungen entsprechen“, sagte sie. Es gebe für alles eine Lösung.

Dass die Schüler und Schülerinnen gut zur Schule und wieder nach Hause kommen, sei im Interesse aller, sagte der stellvertretende Schulleiter Simon Claus. Die Schule sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut zu erreichen. Ausdrücklich nicht gewünscht seien Elterntaxis. Auch wenn er dafür Applaus bekam, so zeigte sich nur wenige Minuten später, wie wichtig der Hinweis war: Gleich drei (Eltern-)Autos vor der Schule verhinderten die Wegfahrt von Minister Christian Heinz.

Der Artikel ist in der Wetterauer Zeitung vom 13.08.2026 und der FNP vom 12.08.2026 erschienen.

 

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