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Aktuelles

27. November 2018

Presseartikel: Musik, die Emotionen weckt

 

Robert Koch ist der neue Attaca-Dirigent. Im Karbener Jugendorchester musizieren derzeit etwa 50 Schüler. (Foto: Dostalek)

Einen »fantastisch-abenteuerlichen Abend« kündigt Moderator Marvin Ulrich von der Stadtkapelle Karben an. Zur Aufführung kämen Werk, die musikalisch von den Abenteuern aus »Gullivers Reisen« erzählen, vom Leben der Sioux-Indianer und vom Weg eines Bergsteigers auf die Eiger-Nordwand. Aufmerksame Stille herrscht im Publikum, das auf das Jugendorchester mit 50 Musizierenden schaut.

Gleich das zweite Stück »Gulliver’s Travel« ist ein Höhepunkt, denn in vier Sätzen erzählt der Komponist Bert Appermont die Abenteuer des schiffbrüchigen Wundarztes Gulliver. Attaca setzt es in emotionale Musik um, lässt die Zuhörer das Fremde und das Vertraute erleben, Spannung und Aufregung. Es ist ein anspruchsvolles Musikstück und das Jugendorchester meistert es bravourös. Beifall brandet auf, die jungen Musiker erheben sich und Robert Koch verbeugt sich.

Robert Koch ist einer der beiden Dirigenten von Attaca. Er studiert an der Musikhochschule Frankfurt, war selber Schüler an der Kurt-Schumacher-Schule und hat dort seinen musikalischen Werdegang gemacht. Der zweite Dirigent ist Musiklehrer Yorn Prekot.

Gemeinsam leiten Prekot und Koch jetzt Attaca, in dem sich Musizierende der höchsten Leistungsstufe befinden. Wer hier spielt, hat in der Regel in der Bläserklasse (5. und 6. Klasse) mit einem Instrument begonnen und sammelt ab der 7. Klasse Orchestererfahrung. Auf diesem soliden Fundament kann Attaca aufbauen, das sich in diesem Schuljahr neu formiert hat aus dem Stamm älterer Spieler und den jüngeren, die aus der 9. Jahrgangsstufe dazu gekommen sind. Dass das klappt und dass Attaca in kurzer Zeit zu einem harmonischen Klangkörper zusammengewachsen ist, zeigt sich beim dem Gala-Konzert.

»Mir macht das Muszieren im Orchester Attaca richtig viel Spaß«, sagt Lena Wilcke (16). Sie spielt Tuba. Die Liebe zu diesem stattlichen Blechblasinstrument hat Lena schon früh entdeckt, denn ihr Bruder Max spielt es ebenfalls. In der 5. Klasse begann Lena mit der Tuba, jetzt ist sie in der zehnten Klasse und gehört zu den Routiniers bei Attaca. Für Abwechslung am Konzertabend sorgen zwei besondere Einschübe: Purer Klarinettensound ist zu hören, als Kammermusik-Stück deklariert.

Etwas später rücken die vier Perkussionisten Mia Dettingmeijer, Patrick Lepich, Alex Hübner und Felix Nölker in den Vordergrund, die »unplugged« Musik machen, in die Hände und auf die Schenkel klatschen, mit den Fingern schnipsen und Mundgeräusche produzieren. Das machen sie mit so viel Rhythmus im Blut, dass Beifall aufbrandet. Den gibt es auch nicht zu knapp am Schluss.

Artikel aus der Wetterauer Zeitung vom 26.11.2018.

 

 

 

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